Fortsetzung zu :: Hass und Liebe
Eigenartigerweise hab ich gar nicht soviel Angst davor, meine Mutter jetzt eventuell wieder jede Nacht in meinen Träumen zu sehen. Ich denke eher, dass ich es so interpretieren werde, dass ich mein Problem noch nicht gelöst habe, solange sie noch da ist. Ich werde sie als „Erkenne dich selbst“-Wegweiser benutzen.
Und ich glaube auch nicht mehr, dass mein eigentliches Problem die Angst ist, verletzt zu werden ist. Ich glaube, es ist eher die Angst, nicht geliebt zu werden, wie ich bin. Untergeordnet gehört da natürlich die Angst, verletzt zu werden dazu, genauso wie die Angst, Erwartungen nicht erfüllen zu können.
Und das Denken, dass man mich nicht lieben kann, ist für mich durchaus zu verstehen, weil ich es ja noch nicht schaffe, mich selbst zu lieben, wie ich bin. Weil da noch immer Hass und Bestrafungs-Denken sind, mit denen ich mir selbst im Weg stehe. Sie sind Werkzeuge, die ich benutze, weil ich mir selbst noch keine Liebe gönnen will, weder von mir, noch von anderen Menschen.
An dem Gefühls-Chaos in mir – dem Hin und Her von Hass und Liebe, wie beim Seilziehen – spüre ich deutlich, dass ich jetzt quasi in das Kern-Thema vorgestoßen bin, um das sich alle anderen Probleme meines Lebens versammelt haben, wie die Schichten einer Zwiebel.
Es ist nicht so, dass es mir schlecht geht, aber ich fühle mich schon ein bisschen Hin und Her gerissen zwischen Liebe und Hass. Ich glaube, das positiv an die Zukunft denken beruhigt ein bisschen die Wogen, gibt mir Kraft. Denn diese Sache mit dem Hass und der Liebe ist ja das Haupt-Thema meines Lebens.
Ich bin überzeugt davon, dass es mir sehr gut gehen wird, wenn ich dieses Haupt-Problem gelöst habe. Natürlich weiß ich, dass es Zeit braucht. Aber bis jetzt bin ich mir in meinem Leben ja oft selbst im Weg gestanden, weil ich mich unterbewusst bestrafen wollte. Und wie ich ja schon sagte, die Hassliebe hat sich wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen. Es ist kaum vorzustellen, was alles leichter sein wird, wenn das weg ist.



Liebe Sunny,
auch wenn das die Fortsetzung eines etwas älteren Beitrags ist, den ich noch nicht gelesen haben mag, ich möchte Dir nach dem Lesen nur dieses Artikels sagen, dass ich es sehr bemerkenswert finde, dass Du mich hier teilhaben lässt an Deiner Suche nach Deinem Grundthema.
Was mich begeistert sind Formulierungen „Ich bin sicher… wenn“
Deine Sicherheit ist glaube ich begründet.
Nur wer sucht, findet!
Bleib dran!
Liebe Grüße,
Ulf
Lieber Ulf,
mit deinem schönen und feinfühlig geschriebenen Kommentar bist du ein strahlendes Licht in dieser dunklen Nacht. Ich danke dir dafür =)
Nun ja, der Beitrag auf den sich diese Fortsetzung bezieht stammt vom selben Tag. In letzter Zeit ist bei mir irgendwie alles sehr dicht beeinander, sehr zeitnah. Zum Beispiel habe ich mal gelernt, dass ich Gegensätze vereinen kann und schon kurz darauf gab es ein paar schwierige Tage, in denen ich dieses Wissen unter Beweis stellen musste. Und momentan, bei dieser Hass und Liebe Sache geschieht sowieso alles Schlag auf Schlag. Kaum habe ich darüber nachgedacht und sind mir die ersten „Puzzle-Teile“ klar geworden, da finde ich schon die nächsten.
Dankeschön. Es macht mir Mut, wenn du sagst, dass meine Sicherheit begründet ist, das baut auf, gibt ein sehr gutes Gefühl…
Ja, ich bleib dran… selbst ungezähmte Rösser könnten mich jetzt nicht mehr davon abhalten… außerdem hat mir mal jemand was beigebracht:
Viele liebe Grüße mit den milden Strahlen des Sonnenaufgangs…
Sunny