Ergänzung zu :: Ein facettenreicher Tag
Mit dem Titel ist kein Name gemeint…
das Eine sollte heißen „HObBY“
und das Andere heißt „FREizeitBEschäftigung“.
Klartext: Die Suche nach möglichen Hobbies für G.K.
Ich hab versucht, diesen langen Text so gut wie möglich zu gliedern, hoffentlich ist es nicht zu unübersichtlich.
Übrigens, in dem Text gehts auch um G.K.’s Persönlichkeit (meine Eindrücke) und um unsere Webprojekte (im Partnerlook).
1. DIE STARTLÖCHER
Ich weiß es nicht mehr ganz genau, wie diese Sache angefangen hat, das Thema stinkt schon son bissel (es ist schon alt, es zieht sich schon länger hin). Ich glaube, vor ein paar Monaten haben wir angefangen darüber zu diskutieren (mir war klar, dass das ein Strudelteig sein würde, dass es sich ziehen würde).
Was ich noch weiß, ist, dass wir mal über seine Hobbies geredet haben – warum weiß ich nicht mehr – und mein Kumpelchen G.K. zählte halt so seine Freizeitbeschäftigungen auf: Zeitung lesen, Fernsehen, am Computer Solitär spielen, Musik hören; Und ich sagte „Was? Sonst Nichts?“ und er sagte „Nein, leider…“. Und ich meinte dann „Aber du verbringst doch jeden zweiten Tag mit stundenlangem Warten, oft von der Früh bis zum Nachmittag…“ (warten auf Hauskrankenpflege & Co). Er sagte „Ja.“.
2. DER STARTSCHUSS
Also ich hab G.K. dann natürlich gefragt, ob er nicht gern zusätzliches Hobby hätte, etwas Kreatives, etwas, wodurch er sich ausdrücken kann. Er meinte „Ja, schon, aber du weißt, das ist bei mir nicht so leicht.“ und damit hatte er – wie sich rausstellte – auch verdammt recht.
3. DIE SUCHE
3.1. Vorbereitungen
3.1.1. Infos zur Persönlichkeit
Damit man ein passendes Hobby finden kann, muss man erst mal die Persönlichkeit gut genug kennen. Da gewöhnliche Typen-Tests keine klare Antwort geben konnten, hab ich mal aufgeschrieben, welche Eindrücke ich bzgl. G.K. gesammelt habe.
Also da muss ich vorweg sagen, nicht nur der gestrige Tag war facettenreich, sondern auch die Persönlichkeit meines Kumpelchens G.K. ist facettenreich.
Überzeuge dich selbst…
Hier das Zitat des Textes:
Gnadenlos ehrlich, aber ohne es wirklich böse zu meinen, schreib ich jetzt mal auf, als was und wie ich G.K. im Laufe der Jahre empfunden habe:
:: Als wir uns kennenlernten und noch viel Distanz herrschte, war er für mich ein Spießer, ein Langweiler, ein Opa, der doch nicht so recht ins Opa-Klischee passte, obwohl bei ihm immer alles ruhig bzw. „komott“ von statten ging.
:: Später lernte ich ihn als einen geselligen Typen kennen und schätzen, dessen Humor fast zu 100% mit meinem Humor kompatibel ist.
:: Als ihm manche Leute in die Quere kamen, lernte ich ihn als eine impulsive, provokante, arrogante, lärmende, druckmachende Dampfwalze kennen.
:: Nach einiger Zeit entdeckte ich auch noch, dass er weder Optimist, noch Pessimist ist, er ist ein Realist.
:: Dieses Persönlichkeitsmerkmal in Kombination mit dem Ruhepool-Merkmal, liess mich ihn später als einen guten Helfer kennen lernen, der selbst in brenzligen oder schier ausweglosen Situationen einen kühlen Kopf behält, der immer ein offenes Ohr hat für die Anliegen der Menschen, die er mag, der für diese Menschen auch immer bereitwillig sein Organisationstalent einsetzt.
:: Im Laufe der Jahre merkte ich ausserdem, dass er sehr vergesslich und chaotisch ist, ohne dass eine Absicht dahinter steckt (er ist seit 9 Jahren trockener Ex-Alkoholiker, der sich vor der Entwöhnung jahrelang betrank und so viele seiner Gehirnzellen einbüßte).
:: Gerade in der letzten Zeit, wie es mit seiner Gesundheit so bergab ging, lernte ich ihn auch als einen vom Schicksal gebeutelten, hilfsbedürftigen Menschen kennen, der mittlerweilen so eingeschränkt ist, dass er sein Leben nicht mehr gemäß seiner Altersklasse leben kann, der aber dennoch nie aufhört zu hoffen und auch nie aufhört, Anderen zu helfen, der sich immer entschuldigt, wenn er mal seinen angestauten Frust an Jemandem, den er mag ausgelassen hat.
:: Insgesamt ist er für mich ein sehr sehr guter Freund mit manch nervigen und manch liebenswerten Macken.
3.1.2. Infos zu den Einschränkungen
1. keine feinmotorischen Dinge (G:K.’s Feinmotorik ist gestört)
2. keine teuren Dinge (G.K. hat keinen Geldscheißer nicht viel Geld)
3. keine Dinge, wo man sich was merken muss (Vergesslichkeit)
4. keine Dinge, die viel Platz brauchen (auf dem Küchentisch stehen Schachteln voller Verbandsmaterial und Medikamente, auf dem Computertisch ist auch kaum Platz)
5. keine Dinge, die nicht in der Wohnung machbar sind (warten auf Hauskrankenpflege & Co heißt zuhause bleiben, außerdem: Gehbehinderung)
3.2. Listige Herangehensweise
Dank all dieser Infos war es mir möglich für das nächste Treffen eine Liste mit denkbaren Hobbies vorzubereiten.
3.2.1. Filtern bzgl. Resultate
Also, wir haben uns dann die Liste angeschaut und gefiltert, nämlich mit der Bedingung, dass das gesuchte Hobby auch Resultate hervorbringen muss.
3.2.2. Filtern bzgl. Verwertung
Es gab dann noch einen zweiten Filter-Durchlauf mit der Bedingung, dass jedes Resultat auch „verwertbar“ – im Sinne von „herzeigbar“ – sein muss. Denn was hat man schon davon, wenn man was macht und dann liegt es vielleicht unbeachtet in irgendeiner Ecke?
3.2.3. Filtern bzgl. „kreativ ausdrücken“
Wir erinnerten uns daran, dass es auch etwas sein sollte, wodurch G.K. sich kreativ ausdrücken können sollte.
4. DER FUND
Am Schluss war Alles auf der Liste durchgestrichen, bis auf folgende Möglichkeit:
Einfache Bilder mit Paint malen
und auf einer Webseite herzeigen
4.1. Auf dem Prüfstand
Prüfen wir mal die Einschränkungen:
1. Farben & Formen nach Lust & Laune kombinieren kann auch ein Grobmotoriker
2. es kostet nichts
3. man muss sich fast nichts merken
4. es braucht keinen Platz, außer n bissel von der Festplatte
5. es ist in der Wohnung am Computer machbar
Prüfen wir auch die Bedingungen:
1. Resultate > GIBT ES
2. Verwertbar > SIND SIE
3. Sich ausdrücken > KANN ER
5. WEITERE SCHRITTE
5.1. Erste Klarstellungen
Ich hab dem G.K. das Paint kurz erklärt und ihn dann gleich zum Ausprobieren ermutigt, was er auch sofort gemacht hat. Dann sind wir die restliche Routine 3 mal durchgegangen.
Und selbst wenn er mal was vergisst, ist es nicht so schlimm…
1. weil ich die Routine wahrscheinlich im Kopf behalten kann
2. weil ich die Routine unterhalb aufgeschrieben habe (wenn ichs später mal brauch, such ich nach „Paint“ und da isses!)
3. weil ich auch das Paint und n Emailprog hab und so die Situation nachstellen kann
also gibts mehrere Möglichkeiten
1. er kann mich anrufen und fragen und ich sags auswendig auf
2. er kann mich anrufen und ich schau in diesem Blogeintrag nach
3. er kann mich anrufen und ich schick den Link zum Eintrag per Email
4. er kann mich anrufen und ich stell die Situation nach und sag ihm wie es geht
ICH bin zuständig für die Webseite.
Die Bilder bekomme ich PER EMAIL.
5.2. Die Routine
Zusammengefasst ist es nicht so schwierig:
1. Paint öffnen
2. Bild basteln
3. Bild speichern
4. Paint schließen
5. Emailprog öffnen
6. Neue Email öffnen
7. Pflichtfelder ausfüllen
8. Bild anhängen
9. Email abschicken
10. Emailprog schließen
5.3. Die Webseite
5.3.1. Das Layout
Mein Kumpelchen G.K. kennt ja schon einige meiner Weblayouts, also hatte er die Wahl. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich kürzlich Eins gemacht hab.
5.3.1.1. Die Beschreibung
Es ist ein Weblayout, das sehr leicht anzupassen ist und mit dem man auch Viel präsentieren kann, ohne dass irgendwann die Verlinkung schwierig wird oder der Platz ausgeht (das ist Eins mit nem Iframe und ner fixen Box, wo die durchnumerierten Seiten verlinkt sind und die sich durch ne schlichte Anpassung mit ner Bildlaufleiste versehen lässt, damit noch weitere Seiten-Verlinkungen Platz haben).
5.3.1.2. Details zum Layout
Da sei zwischendurch auch angemerkt, dass ich dieses Weblayout ursprünglich für mich gemacht habe um meine selbstgebastelten (anderen) Weblayouts zu präsentieren.
Denn ja, ich habe wieder angefangen, Weblayouts zu basteln. Es gibts nichts Anderes, das mich über Stunden hinweg so gut ablenkt, wie das Basteln von Weblayouts. Da könnte rund um mich sonstwas los sein und ich würds nicht checken, weil ich dabei so versunken bin.
Also angefangen hat das Ganze, als ich diesen Tick hatte von wegen „mich selbst mit Unruhe-Erscheinungen aus Angst vor Albträumen am Einschlafen hindern“ (siehe hier). Bevor ich eine Möglichkeit fand, dennoch zumindest in ein paar Nächten ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, brauchte ich zuerst eine Idee, um überhaupt konstruktiv mit der Situation umgehen zu können. Ich meine, es funktioniert einfach nicht so ohne Weiteres, sich von der Verzweiflung über die umsonst wach im Bett verbrachten Stunden zu lösen, insbesondere dann nicht, wenn es sich um keinen Einzelfall handelt, sondern um wiederholtes Scheitern beim Einschlafen.
Nach einer ordentlichen Runde Nachdenken kam ich auf die Weblayouts. Denn wenn ich da beim Basteln so stundenlang versunken bin in die kreative Tüftelei, dann spielt nachher überhaupt nichts mehr eine Rolle, was mich vielleicht vorher noch an den Rand des Wahnsinns trieb.
Mit dem erneuten Entfachen meiner Weblayouts-Begeisterung erwischte ich zwei Fliegen auf einen Schlag – die Eigenschaften „konstruktiv“ und „produktiv“. Bis ich eine Lösung für diese spezielle schlaflose Phase fand, war das Weblayouts basteln also meine beste Strategie.
Und solche Phasen kommen bei mir mal immer wieder vor, soll heißen: Ich mache weiter. Insbesondere wo ich es ja jetzt endlich geschafft habe, ein Weblayout zu kreieren, das mir längerfristig einen Platz zum Präsentieren zur Verfügung stellt.
Früher scheiterte es ja oft an der mangelnden Anpassbarkeit oder an der zu schwierigen Verlinkung oder eben am Platz. Kurz notiert: Meine früheren Versuche nicht mitgezählt hat es auch diesmal 12 Versuche gebraucht, bis ich ein passendes Präsentier-Weblayout gebastelt hatte, das alle meine Anforderungen erfüllte.
5.3.1.3. Die Anpassung des Layouts
Im Grunde ist sein künftiges Bilder-Präsentier-Layout eine Abkupferung meines „Weblayouts-Präsentier-Layouts“, nur eben angepasst für ihn, für seinen Verwendungszweck.
5.3.2. Sonstiges bzgl. Webseite
So weit so gut, um Webspeicherplatz muss sich mein Kumpelchen auch nicht kümmern, den habe ich zur genüge und teile ihn daher gerne. Er kriegt also genauso wie ich eine schöne Seite zum Präsentieren unter ner Subdomain und außerdem ein Kontakt-Formular und ein Grafik-Gästebuch (die beiden Dinger hab ich schon). Tja und ich werd dann noch gucken, dass ich auf meinen Seiten Links zu seiner Seite unterbringe.
5.3.3. Fleißige Bienchen
Nu hat G.K. ja gestern beim Ausprobieren schon ein paar Bilder gemacht und ich hab auch schon ein paar Weblayouts fertig. Bei meiner Präsentier-Seite fehlen ja nur mehr ein paar Details, bei G.K.’s Präsentier-Seite ist noch Einiges zu tun.
Aber halb so schlimm, ich kenn mein Tempo, wenn ich von was begeistert bin und es ist ja auch nichts Schwieriges, na außerdem fang ich mit seiner Seite an, so wie ich Zeit hab (ich werd mir die Zeit nehmen).
Kurz & bündig:
Es wird nicht mehr lange dauern, bis beide Seiten online gehen.
Ich werd sicher was drüber bloggen, wenns soweit ist…
so keep on observing my blog… =) …THX!


