Die Illusion
Manchmal glaube ich, in ihm lodert das selbe Feuer,
als wären ihm die selben Dinge lieb und teuer.
Manchmal glaube ich, er wäre unsagbar kühl,
dass er einfach nicht versteht, was ich fühl’.
Manchmal glaube ich, er wäre mir so nah,
dass er schon längst Alles sah.
Manchmal glaube ich, er wäre mir so fern,
so unglaublich weit weg wie ein Stern.
Die Wahrheit
Wenn ich glaube, er wäre mir nah,
dann bin ich bereit für Nähe,
dann lasse ich sie zu,
dann gestehe ich sie mir ein,
erlaube mir, sie zu erfahren,
gönne sie mir.
Wenn ich glaube, er wäre mir fern,
dann bin ich in meiner Aussenseiter-Rolle
und das aus freien Stücken,
weil ich mich bestrafen will,
weil ich nicht wahrhaben will,
dass mir jemand nah sein möchte.
Fazit
Solange ich mich nicht liebe,
solange ich mich lieber hasse,
solange ich mich bestrafen will,
solange mir nicht eingestehe,
dass mich jemand lieben könnte,
solange ich das nicht wahrhaben möchte,
solange ich mir keine Liebe gönne
solange ich sie mir verbiete,
solange ich mir nicht erlaube,
Liebe zu erfahren,
solange wird es keine Liebe für mich geben.
Solange ich nicht willens bin,
geliebt zu werden,
werde ich keine Liebe erfahren.
Wenn ich einst willens bin,
geliebt zu werden,
werde ich die Liebe erfahren.
Ich bekomme, was ich will,
auch wenn ich mir dessen oft nicht bewusst bin.
Ich bekomme nicht, was ich nicht will,
auch wenn ich oft sage, dass ich es will.
Erst wenn wir aufhören, uns gegenseitig für unsere verborgenen Programmierungen einzuspannen, werden wir die Harmonie erreichen, von der wir träumen.
Doch solange wir das brauchen, um es zu verstehen und uns schlussendlich zu erlösen, werden wir uns weiterhin diesen Freundschaftsdienst erweisen, werden wir uns weiterhin gegenseitig Spiegel sein.
Und auf jedem Spiegel ist in großen Lettern leicht zu lesen:
Erkenne dich selbst, du göttliches Wesen!
Auf dem Spiegel, in den ich blicke, steht geschrieben:
Sunny fang bei dir an, lerne dich selbst zu lieben!



Hallo Sunny,
das hast du sehr gut geschrieben, da es sehr die Realität wiederspiegelt.
Wir hassen uns viel zu oft, um uns zu bestrafen, für Dinge die wir nicht verstehen bzw. nicht verstehen dürfen oder möchten.
Vielen dank für deine Verse.
Liebe Grüsse
Julie
Hallo Julie,
schön von dir zu lesen… =)
Eigentlich war diese Sache mit den Projektionen eine Karte von G.K. beim Osho Zen Tarot. Aber was sowas anbelangt bin ich „aufnahmefähig wie ein Schwamm“, auch wenn es nicht meine Karte war, ich fragte mich, wie es in meinem Leben mit Projektionen aussieht, ich habe darüber nachgedacht und mir ist Einiges klar geworden.
Mhm, da hast du Recht. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht alleine bin mit dem Bestrafungs-Denken. Viele Menschen bestrafen sich auf solche oder ähnliche Weise wie in dem Text beschrieben. Meistens geschieht das, weil es einfach noch an Selbstliebe mangelt und meistens geschieht es unbewusst.
Dankeschön für deinen Kommentar und das Lob =D
Herzliche Sonnenstrahlen-Grüße
sendet dir Sunny