Am Ufer von einem See
sitz ich und späh
der Sonne entgegen,
sie wird sich bald schlafen legen,
aber noch ist sie da
und funkelt klar
sich spiegelnd im See,
bezaubernd ist, was ich seh,
Schwäne gleiten übers Wasser bedacht,
im Wind das Schilf rauscht sacht,
des Wassers Plätschern,
der Vögel Zwitschern,
welch ein idyllischer Ort zum Verweilen,
und mittlerweilen
der Sonne letzte Strahlen,
sendet sie aus, nicht um zu Prahlen,
die letzte Wärme schickt sie mir,
wie ich beobachtend sitze hier,
die Schwäne machen sichs gemütlich,
senken ihre Köpfe, die Blüten schließen sich,
der Wind mir ein letztes Mal durch die Haare streicht,
bevor auch er der Stille weicht,
die Sonne zum letzten Mal lacht,
gibt das Zepter dem silbernen Wächter der Nacht,
sie wird schlafen, wie ich, bis sie mich weckt,
die Finsternis die Welt zudeckt,
die letzte Strophe ihres Liedes an die Natur
singen die Vögel, schau auf die Uhr,
es ist Schlafenszeit
und die Sterne sind bereit,
die Tiere der Nacht wachen langsam auf,
und die Grillen zirpen auch,
wie ein Wunder ist, was ich erspäh,
ein Stück Himmel auf Erden, die Sterne im See,
und auch der Mond leuchtet, spiegelt sich,
im Wasser, schillernd, glitzernd, schön, wahrlich
ein Anblick, der mir Ruhe schenkt,
mich von allen Sorgen ablenkt,
und ich schlummere friedlich ein,
genau so soll es sein,
was ich auch immer mag träumen,
der Mond wird die Pfade mit Silberstaub säumen,
und er wacht über mich die ganze Zeit
bis die Sonne ist bereit,
bis sie mich mit ihren goldenen Strahlen wachküsst,
bis die Natur wieder voller buntem Treiben ist,
aber bis dahin schlafe ich,
geborgen, ruhig und friedlich,
der Mond sagt, schlafe sacht,
träume süß und Gute Nacht.


